Landschaften

Georg Janthur
Georg Janthur

Georg Janthur befasst sich seit langem mit dem Bedürfnis andere Länder und Landschaften zu erkunden. Mit Skizzenblock und Pinsel hat er sich aufgemacht, um Klees berühmte Tunisreise, oder Heines Exkursion in den Harz im 21. Jahrhundert noch einmal nachzuvollziehen und in Skizzen, Aquarellen und Ölgemälden die erlebte Umgebung festzuhalten.

Neueste Bilder entstanden nach ausgedehnten Reisen in den Osten. Mit den Augen eines Malers erkundete Janthur Estland, Lettland, Litauen, Polen, Ungarn, Rumänien und die Slowakei. Vor Ort entstanden unzählige Skizzen, die später im Atelier als Vorlage für eine Serie eindrucksvoller Ölgemälde dienten. Dort befasst der Künstler sich intensiv mit der fremden Landschaft und Architektur. Im vermeintlich Fremden, das der Künstler aus dem Bus- oder Zugfenster heraus festhielt, zeigte sich Georg Janthur oft Vertrautes und die Erinnerung an eine Heimat, die es in seinem persönlichen Umfeld im hochmodernen Westen nicht mehr gibt. Die reduzierten Darstellungen von Architektur und Landschaft vermitteln die flüchtige Wahrnehmung eines Vorbeifahrenden und verleihen den Objekten die monumentale Wirkung abstrakter Farbfeldmalerei. Die Spur des Pinsels ist immer sichtbar und verrät die Sicherheit der Malgeste, die sich darauf beschränkt, wesentliches festzuhalten.

Die Farbe lebt - die Landschaft atmet.

Gisela Elbracht-Iglhaut (Museum Baden, Solingen-Gräfrath)

Juni/Juli | 2014 | 130 x 75 cm
Juni/Juli | 2014 | 130 x 75 cm
Go East (... wo ist Brasil ...) | 2006 | 100 x 40 cm
Go East (... wo ist Brasil ...) | 2006 | 100 x 40 cm
Hohe Tatra 8 | 2007 | 20 x 20 cm
Hohe Tatra 8 | 2007 | 20 x 20 cm
Go East (Straße nach Vilnius) | 2003 | 110 x 150 cm
Go East (Straße nach Vilnius) | 2003 | 110 x 150 cm
Raps | 2010 | 30 x 30 cm
Raps | 2010 | 30 x 30 cm
Raps | 2010 | 30 x 20 cm
Raps | 2010 | 30 x 20 cm